HerAbout: Wichtige Begriffe

Im Folgenden sind einige Grundlagenbegriffe alphabetisch aufgeführt, welche unerlässlich für rassismuskritisches Denken und Handeln sind. Sie entstammen größtenteils aus der Arbeit von BiPOC und sind in den zitierten Quellen ausführlich nachzulesen.

BiPOC – Die Abkürzung bedeutet „Black indigenous People of Color“ und stellt einen Sammelbegriff dar, welcher politische Bedeutung hat (Wir müssten mal reden 2018).

People/Person of Color (PoC) – Es ist eine Selbstbezeichnung und „wurde im Laufe der 1960er Jahre im Kontext der >Black-Power-Bewegung< ebenfalls als politischer Begriff geprägt“ (Ogette 2019: 77 f.).

Rassismus – Noah Sow (2018: 85 – 88) folgend, setzt sich Rassismus aus ‚rassifizierendem Vorurteil‘ und ’struktureller Macht‘ zusammen. Außerdem wird die vorliegende Definition durch folgende spezifiziert:

Wir definieren Rassismus als institutionalisiertes System von wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Beziehungen, welches dafür sorgt, dass eine ‚racial group‘ gegenüber der anderen privilegiert ist, Macht hat und diese erhält. Individuelle Teilhabe an Rassismus geschieht dann, wenn das objektive Resultat von Verhalten diese Beziehungen verstärkt, unabhängig davon ob eine subjektive Intention dahinter steht.

(von Brunson Phillips, Carol & Louise Derman-Sparks 1997, zitiert nach Sow 2018: 87)

Schwarz – Der Begriff wird bewusst groß geschrieben und ist eine Selbstbezeichnung. Er soll verdeutlichen, „welche sozialen Gemeinsamkeiten aus dem Konstrukt Rassismus entstanden sind“ (Ogette 2019: 77).

Weiß – Es handelt sich hierbei um eine politische Beschreibung, welche bewusst kursiv geschrieben wird, „um die privilegierte Position von Weißen in Bezug auf Rassismus zu benennen und sichtbar zu machen“ (Kelly 2018: 9).

White Privilege / Weiße Privilegien – Peggy McIntosh (1988) stellt in ihrem Artikel White Privilege: Unpacking the Invisible Knapsack die Merkmale von weißen Privilegien fest:

Ich sehe White Privilege jetzt als ein unsichtbares Paket unverdienten Vermögens, auf dessen Einlösung ich mich jeden Tag verlassen kann, bei dem aber vorgesehen war, dass ich es nicht wahrnehme.

Weißes Privileg ist wie ein unsichtbarer gewichtsloser Rucksack voll mit besonderen Vorräten, Karten, Ausweisen, Codebüchern, Visa, Kleidung, Werkzeugen und Blankoschecks. White Privilege zu beschreiben, macht eine*n neu verantwortlich. […]

Um soziale Systeme neu zu gestalten, müssen wir zuerst ihre kolossalen unsichtbaren Dimensionen anerkennen. Das Schweigen und Abstreiten, das weiße Privilegien umgibt, sind die wichtigsten politischen Werkzeuge hier. Sie halten das Denken über Gleichberechtigung oder Gleichheit unvollständig, schützen unverdientes Privileg und übertragene Dominanz, indem sie dieses Thema tabuisieren. 

(von Peggy McIntosh 1988, zitiert nach Sanczny 2012)

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